Stationäre Jugendhilfe / Wohngruppe


Neben den ambulanten Angeboten stellt der stationäre Bereich der Hilfen ein weiteres Standbein der umfangreichen Hilfeangebote im Rahmen des SGB VIII dar. Personen in besonderen Lebenslagen können sich in einen Schonraum zurückziehen. Mithilfe eines interdisziplinären Mitarbeiterteams haben Hilfesuchende die Möglichkeiten ihre Fähigkeiten wiederzuerlangen oder neue Verhaltensstrategien zu entwickeln um ein eigenständiges und selbstverantwortliches Leben führen zu können.

 

Pädagogische Betreuung von geflüchteten Jugendlichen

Im Rahmen der Aufnahme findet ein sogenanntes integratives Clearing statt. Für die geflüchteten Jugendlichen ist es vordringlich, Aufnahme und Ruhe zu finden um sich mit den erlebten Einschnitten in ihren bisherigen Biographien zu beschäftigen. Neben der Grundsicherung erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit sich sozial-emotional zu stabilisieren. Sie sind in Doppelzimmern untergebracht, es wird täglich selbst gekocht und die Gemeinschaft gepflegt.

Der nächste Schritt ist der Schulbesuch. Alle Jugendliche besuchen allgemeine oder berufsbildende Schulen im Einzugsgebiet und erhalten darüber hinaus eine Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe. Hier machen sie auch erste Erfahrungen mit Praktika in Betrieben. Ziel ist es, zunächst die Berufsreife zu erlangen, um später einen Ausbildungsplatz oder einen weiterführenden Schulplatz zu bekommen.

Ein interdisziplinär aufgestelltes Mitarbeiterteam hilft den Jugendlichen dabei, ihre Fluchtbiographien zu verarbeiten und sich auf das selbständige Leben in Deutschland vorzubereiten. Im Rahmen des Asylverfahrens werden sie ebenfalls fachkundig beraten und begleitet. Darüber hinaus werden die Jugendlichen durch das Kreisjugendamt und die Vormundschaftsstelle betreut.

Wir legen dabei besonderen Wert darauf, den uns anvertrauten Jugendlichen den Übergang aus einer gesellschaftsorientierten, religiös motivierten und tradierten Umwelt in die individualisierte politische Ordnung ohne geistliche oder religiöse Durchformung zu erleichtern. Menschwürde und Gleichberechtigung stellen dabei die Maxime unserer Handlungen dar.

Unbegleitete minderjährige Ausländer sollen von Anfang an die Möglichkeit bekommen, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. Die Förderung im Bereich der Bildungs- und Arbeitskompetenzen sowie der sozialen und interkulturellen Fähigkeiten soll spätere Fehlentwicklungen und Integrationsschwierigkeiten vermeiden und den geflüchteten Jugendlichen Perspektiven in Deutschland aufzeigen.

Unterbringung



Zu diesem Zweck halten wir im ländlich geprägten Raum ein Haus vor, in dem zurzeit 10 Jugendliche Aufnahme finden können. Dabei konzentriert sich dieses Angebot auf den Personenkreis der sogenannten unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA). Die Jugendliche im Alter von 14 Jahren aufwärts werden in der Regel durch das zuständige Kreisjugendamt im Rahmen eines bundesweiten Verteilungsverfahrens zugeteilt. Darüber hinaus gibt es einen Notfallplatz, der kurzfristig belegt werden kann.

Ihre Ansprechpartner:

Norbert Hahn
Dipl. Pädagoge
Mobil: 0176 / 22340524
E-Mail: norbert.hahn@web.de

Silke Sudrow
Dipl. Sozialarbeiterin (FH)
Mobil: 0152 / 02081386
E-Mail: silke.sudrow@web.de

Betreutes Wohnen



Wenn der Jugendliche sich stabilisiert hat und über entsprechende lebenspraktische Erfahrungen verfügt, besteht die Möglichkeit für ihn alleine oder mit einem anderen Jugendlichen zusammen eine eigene Wohnung zu beziehen. Hierbei erhält er pädagogische Hilfestellungen in der Bewältigung aller anstehenden Probleme im Zusammenhang mit der Haushaltsführung, Behördengängen, der Regelung finanzieller Angelegenheiten und dem Aufbau einer eigenen Existenz. Diese Betreuung findet ebenfalls im Rahmen des SGB VIII in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt und der Arbeitsagentur statt und wird bis maximal zum 21. Lebensjahr gewährt.

Ihre Ansprechpartner:

Norbert Hahn
Dipl. Pädagoge
Tel.: 0176 / 22340524
E-Mail: norbert.hahn@web.de