Unterbringung
BG-Coaching unterstützt Teilnehmende
19. Juli 2021
Neue Wege wagen – Neues vom Projekt „Frauen aktiv in die Zukunft“
29. November 2021

Frauen aktiv in die Zukunft – kein Projekt nach Schema „M“-aßnahme

Auf diese Definition bestehen alle Teilnehmerinnen, die sich auf dieses Angebot von IKOKU in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Kusel eingelassen haben.

Das Projekt folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Ziel der Frauen ist, sich eine bessere Ausgangslage zur Verbeserung der Erwerbssituation oder Neuorientierung im Erwerbsleben mit der Unterstützung der Coaches zu erarbeiten. Dies geschieht in den drei Säulen des Projektes: im Einzelcoaching, während der Qualifizierung und bei der Bearbeitung der Wochenaufgaben. In den Gesprächen geht der Coach auf die individuelle Bedarfslage der jeweiligen Frau ein. Gemeinsam wird nach Wegen gesucht, um vorhandene Handlungsbedarfe anzugehen und zu verbessern. Die Qualifizierung erfolgt auf unterschiedlicher Weise: Als Unterricht in Präsenzform oder Digital, durch Exkursionen oder externe Referent*innen, zuhause oder in den Räumen von IKOKU, manchmal sogar im Wald. Dies bietet Abwechslung, weckt Neugierde und wirkt motivierend.

Die Veranstaltung zum Auftakt in die Präsenzveranstaltungen „Waldbaden und die Waldkraft spüren“ Ende Juni dieses Jahres ist lediglich ein Beispiel hierzu. Coach und Shinrin Yoku-Leiterin Claudia Spengler führte die Teilnehmerinnen über drei Stunden durch den Wald, in Begleitung der starken und lebensbejahenden Persönlichkeit „Pippi Langstrumpf“. Übungen zur Sinnesschärfung, wie die Wahrnehmung von Farben und das „Hineinhören“ in den Wald bereiteten den Grund für das Gefühl der Entschleunigung. Ein einsetzender leichter Regen intensivierte den Waldgeruch, welcher zusammen mit dem sanften Nieseln ein Gefühl der Ruhe vermittelte. Steigungen gemöchtlich zu überwinden wr ein Impuls, sich bei der nächsten Schwierigkeit im Leben in Achtsamkeit zu üben. Begleitet von der Harmonie des Waldes erlebten die Teilnehmerinnen eine Geschmacksmeditation. Waldgedichte untermalten u. a. den gemeinsamen Weg. Belohnt wurde die Gruppe durch den Anblick eines jungen Rehbocks, der nur wenige Meter entfernt graste uns sich nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Zu jeder Übung fand Pippi die richtigen Worte, um jeder Frau Mut und Stärke mit auf den Weg zu geben, so auch am Ende dieser Veranstaltung: „Ich bin dieses verrückte Kind, das losrennt, um das Leben zu umarmen, das hinfällt und wieder aufsteht, das weiter läuft mit zerschlagenen Knien. Das verrückte Kinde, dass an Hoffnung und Liebe glaubt.

Die Ausschreibung eines Fotowettbewerbs des Frauenbüros der Landeshauptstadt Mainz anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Arbeitskreises Gewalt an Frauen und Kindern hat das Interesse der Teilnehmerinnen geweckt. Den Frauen war es ein Anliegen zu zeigen, wie wichtig es ist, Kräfte zu bündeln und wie stark diese Kräfte in einer Gruppe wirken können. Gemeinsam erarbeiteten sie auf der Burg Lichtenberg  Motive für den Wettbewerb „Ihr Bild gegen Gewalt„. Insgesamt wurden drei Aufnahmen ins Rennen geschickt.

Und auch im kommenden Monat ist eine besondere Veranstaltung geplant: Mit Unterstützung des „Kochbusses“ werden wir den Einstieg in die Themen Nachhaltigkeit und Finanzielle Aspekte schffen. Der Kochbus ist Teil des Kampagne „Rheinland-Pfalz isst besser„, die sich zum Ziel gesestzt hat, Verbraucher*innen den Wert von Lebensmittel und Ernährung sowie ernährungspolitische Themen nahe zu bringen. (Weitere Informationen unter: www.umdenken.rlp.de)

Der Kochbus wird am 11. Oktober vorfahren. Die Gruppe darf sich dann – unter Einhaltung der Hygienevorschriften und der 3G-Regel – an den Kochlöffel wagen um gemeinsam nachhaltig, lecker und mit einer guten Prise Spaß zu kochen. Interessierte Presse ist herzlich eingeladen.

Das Projekt „Frauen aktiv in die Zukunft“ wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie durch das Jobcenter Kusel gefördert. Am Projekt können Frauen teilnehmen, die langzeitarbeitslos sind oder die im Kontext der Fluchtmigration einen Anspruch auf Leistugen nach SGB II haben. Die Teilnehmerinnen können bis zu 12 Monate im Projekt verbleiben, welches noch bis zum 30.6.2022 läuft.

Interessierte Frauen, die ihre Situation verändern und etwas für sich erreichen wollen können sich gerne bei ihrem persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter oder bei IKOKU melden.