
Seit 2018 führt das Interkulturelle Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz (IKOKU) die Maßnahme Bedarfsgemeinschaftscoaching im Landkreis Kusel durch. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie durch das Jobcenter Kusel.
Das Bedarfsgemeinschaftscoaching hat sich als wirksames Instrument in der Betreuung von Langzeitleistungsbeziehenden bewährt. Der besondere Ansatz: Nicht nur der einzelne Teilnehmende steht im Fokus, sondern die gesamte Bedarfsgemeinschaft wird in den Blick genommen. Die Ergebnisse der letzten Jahre sprechen für sich – die ESF-Zielvorgabe, die Beschäftigungsfähigkeit bei mindestens 65% der Teilnehmenden zu erhöhen, wurde in allen Durchläufen erreicht oder sogar übertroffen.
Bisher wurden sieben Maßnahmen erfolgreich durchgeführt. Zu den häufigsten Vermittlungshemmnisssen gehören fehlende schulische und berufliche Qualifikationen, gesundheitliche oder finanzielle Probleme, sowie mangelndes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten angesichts der Anforderungen des Arbeitsmarktes. Hinzu kommen oft Mobilitätsprobleme und prekäre Wohnverhältnisse, die einer Arbeitsaufnahme im Weg stehen. An all diesen Punkten setzt das Coaching intensiv an.
Die meisten Teilnehmenden erkannten die Besonderheit der intensiven, ganzheitlichen Unterstützung und nahmen diese dankbar an. Viele konnten eine gewisse Stabilität erreichen und verstärkt am sozialen Leben teilnehmen. Auch das Zusammenleben in der Familie wurde durch die verschiedenen Hilfestellugen gestärkt. Arbeitsaufnahmen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wie auch Minjobs sind weitere Ergebnisse der Maßnahme.
Das laufende Projekt startete am 1.1.2026 und läuft bis zum 31.12.2026. Zuweisungen sind auch während des Jahres möglich, sofern Plätze frei sind. Insgesamt stehen 30 Plätze zur Verfügung, die ausschließlich über das Jobcenter Landkreis Kusel belegt werden.
Weitere Informationen zu der Maßnahme finden Sie im Flyer.